10 Gründe, warum du nicht glücklich bist

glücklich // Stefanie Adam, www.feineseele.de

Immer wieder lassen wir uns auf unserem Weg zum Glück ausbremsen. Die Gründe für unsere inneren Bremsen haben mehr mit uns selbst zu tun, als uns manchmal bewusst ist.

Vielleicht kennst du das Gefühl: “Alle anderen sind glücklich, nur ich schaffe es irgendwie nicht zufrieden mit dem zu sein, was ich habe.” Oder vielleicht möchtest du schon lange etwas in deinem Leben verändern, aber du kommst einfach nicht dazu? Schaue nicht auf all die verpassten Chancen oder werte dich dafür ab: Lerne stattdessen daraus und mache es einfach beim nächsten Mal anders.

Und um daraus zu lernen, mache dir erst einmal bewusst, was dich eigentlich ausbremst. Ich habe für dich die zehn häufigsten Gründe zusammengestellt. Vielleicht erkennst du dich und deine Blockaden ja bei dem ein oder anderen Grund wieder. Oder die Liste inspiriert dich dazu, Klarheit zu schaffen, um deine inneren Bremsen zu lösen und mit Vollgas auf dein Glück zuzusteuern…

Unsere wahre Aufgabe ist es, glücklich zu sein.
Dalai Lama

Glücklich sein

Vielleicht haben einige Menschen es im Leben vermeindlich leichter als andere oder sie haben einfach leichtere Ausgangspositionen. Das ist jedoch kein Garant für dauerhaftes Glück. Schau dich doch mal in deinem Umfeld um. Wieviele Menschen kennst du, die auf die Frage: “Wie geht es dir? ” mit einem Lächeln antworten und dir erzählen, wie glücklich und zufrieden sie mit ihrem Leben sind. Wahrscheinlich ist das eher die Minderheit. Stattdessen bekommen wir häufig einen ganzen Kübel Leid übergeschüttet – und dabei ist es völlig egal, in welchen Verhältnissen derjenige aufgewachsen ist. Vielleicht ertappst du dich auch gerade selbst dabei? Freue dich darüber, denn du kannst es beim nächsten Mal anders machen. Hier kommen nun also die häufigsten inneren Bremsen, los geht’s:

10 Gründe, die dich vom Glück abhalten

Schuldgefühle
Häufig plagt uns ein schlechtes Gewissen, wenn wir uns Zeit für uns selbst nehmen. Daher verzichten wir oft darauf, obwohl es uns gut tun und Kraft spenden würde. Doch wir sind in der Zwickmühle. Denn wir fühlen uns für unsere Familie, unseren Partner oder Freunde verantwortlich und kümmern uns aufopferungsvoll um deren Bedürfnisse. Dabei vernachlässigen wir jedoch unsere eigenen häufig. Das geht eine Weile gut, irgendwann macht sich jedoch Unzufriedenheit breit. Ganz besonders dann, wenn die eigenen Kraftreserven leer sind und wir sie nicht regelmäßig wieder auffüllen.

Eigene Wertschätzung
Bist du es dir wert, wirklich glücklich zu sein und deine Träume zu leben? Erlaubst du dir das? Vielleicht zögerst du jetzt gerade bei der Antwort. Es ist ein Zeichen dafür, dass du einen alten Glaubenssatz in dir trägst, der dich glauben lässt, du seist nicht gut genug oder hättest es nicht verdient, glücklich zu sein. Fast jeder von uns hat so einen Glaubenssatz fest in sich verankert. Das Fiese: Er bremst uns aus und entzieht uns eine Menge Energie. Doch häufig ist uns dieser Glaubenssatz gar nicht bewusst, denn wir laufen die meiste Zeit auf Autopilot durchs Leben. Beobachte dich mal ein paar Tage lang und achte auf alle negativen Gedanken, die du eventuell über dich selbst denkst.

Angst vor dem Unbekannten
Denken wir immer wieder die selben Gedanken, führt das zu den selben Entscheidungen in unserem Leben. Und immer wieder die selben Entscheidungen führen zu den selben Verhaltensweisen und somit auch zu den selben Erfahrungen. So werden immer die selben Gefühle erzeugt und im Umkehrschluss auch immer wieder die selben Gedanken. Du merkst: Der Kreislauf ist perfekt. Natürlich ist es bequem in dieser Komfortzone zu bleiben, doch so wirst du mittelfristig keinen Schritt voran kommen, es sei denn, du stellst dich mutig neuen Herausforderungen im Leben.

Abhängigkeit
Bei allem was wir tun streben wir nach Anerkennung. Im gesunden Maß und als Sahnehäubchen ist dagegen nichts einzuwenden. Beziehen wir unser Selbstwertgefühl jedoch nur aus der Anerkennung von Außen, machen wir unser Glück davon abhängig. Dann passen wir uns an und buhlen um Aufmerksamkeit. Wir vergleichen uns mit Anderen – und schneiden häufig schlechter ab. Doch die Anerkennung von Außen ist wie eine Droge: Wir brauchen immer mehr davon. Das Problem: Wir verlieren die Verbindung zu uns selbst und unserer Intuition und sind stattdessen abhängig von der Meinung Anderer.

Mangelnder Fokus
Du würdest gerne etwas verändern, hast aber keine Zeit dazu? Du bewunderst die Menschen, die so diszipliniert sind? Weisst du, was diese Menschen von dir unterscheidet? Sie kennen ihr “Warum”. Sie haben einen klaren Fokus und ein klares Ziel vor Augen, das größer ist als sie selbst. Und im Idealfall der Welt etwas zurückgibt und den Menschen dient. Hast du dein Ziel nicht ganz klar abgesteckt, fehlt dir ein klarer Fokus. Deine Gedanken haben keine klare Richtung. Somit ist die Gefahr groß, dass du dich verzettelst und ständig das Gefühl hast, nichts geschafft zu haben. Kennst du stattdessen dein “Warum”, kannst du auch jedes “Wie” ertragen. Richtest du dann auch noch deinen Fokus auf das Positive und kleine Mini-Erfolge, steht deinem Glück nichts mehr im Weg.

Angst vor Fehlern
Häufgig fühlen wir uns gebremst, weil wir keine Fehler machen wollen. Das Problem: Wir treten auf der Stelle und entwickeln uns nicht weiter. Doch neue Erfahrungen sind das, was uns als Mensch wachsen und reifen lässt. Stattdessen umgehen wir diese neuen Erfahrungen und bleiben in unserer Komfortzone sitzen. Denn hier kennen wir uns aus und fühlen uns am wohlsten. Auch interpretieren wir einen Fehler oft als Scheitern und werten uns damit ab. Lernen wir stattdessen aus unseren Fehlern, machen wir sie nicht zweimal, sondern entwickeln uns stetig weiter und treten nicht auf der Stelle.

Einsamkeit
Zeit mit sich selbst zu verbringen ohne sich zu langweilen und sich gut dabei zu fühlen, macht ungemein frei. Häufig halten wir das jedoch nicht lange aus. Viel zu groß ist die Angst vor den Gefühlen, die uns häufig genau dann heimsuchen und für schlechte Stimmung sorgen. Doch genau diese Gefühle wollen gefühlt und losgelassen werden, damit Heilung stattfinden kann. Denn sie ziehen dich wie ein Gummiband immer wieder zurück und bremsen dich aus. Dabei ist die Stille ein großes Geschenk, denn nur in der Stille kann dein Herz zu dir sprechen. “Darum solltest du häufiger mal alleine sein” und “Warum die Stille dein Schlüssel zu dir ist“.

Kontrollverlust
Wenn wir uns im gewohnten Umfeld bewegen, haben wir die Fäden in der Hand: Wir sind der Reiter und das Leben unser Pferd. Die Rollenverteilung umzukehren, macht uns Angst. Wir möchten einen genauen Plan und finden es oft schon komisch, ein ganzes Wochenende keinen einzigen Termin zu haben. Häufig kontrollieren wir nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch das unserer Liebsten: Wir planen dann für sie gleich mit. Sich dem Leben hinzugeben, hat eine Menge mit Vertrauen zu tun. Und lassen wir die Fäden los, hat das Leben die Chance, sich zu entfalten. Dadurch ergeben sich häufig neue Situationen, die wir so niemals geplant hätten, uns aber bereichern oder neue Erfahrungen machen lassen.

Angst vor der eigenen Größe
Macht es dir Angst, aus deinem Schatten hinaus zu treten und für dich und deine Wünsche einzustehen? Es klingt komisch, aber häufig haben wir viel mehr Angst davor, die eigene Größe anzuerkennen und auch zu leben, als uns selbst klein zu halten. Authentisch seinen Weg zu gehen, bedeutet nämlich auch, sichtbar zu werden, gegen den Strom zu schwimmen und auch mal Nein zu sagen. Doch das fühlt sich häufig ungewohnt an, erzeugt Unsicherheit und Angst. Auch davor, Menschen verlieren zu können. Doch ein Nein zu Anderen kann gleichzeitig ein Ja zu dir selbst sein.

Besitz
Wie häufig erzählen wir uns selbst die Geschichte, dass wir erst dieses oder jenes besitzen oder verdienen müssen, bevor wir glücklich sein können. Wir identifizieren uns dann mit unserem Kontostand oder Besitz und merken es nicht einmal. So erzeugen wir ein trügerisches Selbstbild, das auf einer Illusion basiert. Zu erkennen, dass unser Glück nicht von ein paar Scheinen abhängt und wir nicht unsere Dinge sind, befreit ungemein. Brechen wir zudem unser Ziel in viele kleine Etappen herunter, können wir diese Zwischenschritte Schritt für Schritt gehen. Wir müssen nicht alles auf einmal loslassen, um zu neuen Ufern zu schwimmen. Wir können ebensogut unser altes Leben Stück für Stück gegen einen neuen Weg eintauschen oder ergänzen.

 

Du merkst: Bremsen auf dem Weg zum eigenen Glück gibt es genug. Doch hast du sie erst einmal enttarnt, kannst du sie durch neue Gedanken oder Verhaltensweisen ersetzen und so deine Zufriedenheit steigern. Mehr zum Thema findest du hier: “Glücklich werden: Mein persönliches Rezept gegen innere Leere” oder “Meine Definition von Minimalismus“.

Wie steht es mit dir: Bremst du dich manchmal selbst aus? Auf einer Skala von 1-10, wo liegt deine Zufriedenheit? Wenn du Lust hast, teile deine Gedanken zu diesem Thema gerne in den Kommentaren. 

Grafik: Stefanie Adam

 

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