Meine Definition von Minimalismus

minimalismus stillleben

Minimalismus definiert jeder für sich anders. Jedoch haben die meisten Minimalisten eines gemeinsam: Sie leben ein selbstbestimmtes Leben und suchen ihr Glück nicht in materiellen Dingen. Sie suchen es im Leben selbst. Wie meine eigene Definition aussieht, erzähle ich dir heute.

Doch was ist Minimalismus eigentlich? Wie genau sieht ein minimalistischer Lebensstil aus? Muss ich alles verkaufen und in einer kleinen Wohnung leben? Darf ich noch Auto fahren und mehr als drei Paar Schuhe besitzen? Natürlich schneidert jeder seine eigene, passende Definition, es gibt nicht den einen, richtigen Weg, sondern viele verschiedene Arten von Minimalismus.

Meine Definition von Minimalismus lautet:

Minimalismus ist ein Lebensstil, eine Haltung und die Reduktion auf das Wesentliche. Materiellen und geistigen Ballast loszulassen, schafft Klarheit Innen und Außen. Es öffnet mir den Raum für die Dinge, die wirklich wichtig sind: Familie, Partnerschaft, inneres Wachstum, Freunde, Stille, Zeit für mich selbst, Achtsamkeit, Demut und Dankbarkeit. Dadurch habe ich erkannt, dass wahres Glück von Innen heraus kommt und nichts mit meinem Besitz zu tun hat. Diese Erkenntnis führt bei mir zu einer tiefen inneren Ruhe, Glück und Freiheit.

Minimalismus hilft mir dabei:

  • fokussierter zu sein
  • klarer zu kommunizieren
  • mehr bei mir selbst zu sein
  • mich selbst besser zu spüren
  • wichtiges von unwichtigem zu trennen
  • weniger besitzen zu wollen
  • statt zu verkaufen, lieber zu verschenken
  • mehr Zufriedenheit zu empfinden
  • mehr Zeit für mich zu haben
  • klarer im Geist zu sein
  • nur Dinge um mich zu haben, die ich mag
  • gelassener zu sein
  • dankbarer dafür zu sein, wie gut es mir geht
  • mehr Demut vor dem Leben zu haben
  • kreativer zu sein
  • meinen Leidenschaften zu folgen
  • meine Mission zu verfolgen
  • der Welt etwas zurück zu geben
  • auf mein Herz zu hören
  • selbst über meine Zeit zu entscheiden
  • nein zu sagen
  • zu entschleunigen
  • die Kontrolle abzugeben
  • loszulassen

Manchmal werde ich von fremden Menschen einen kurzen Moment bemitleidet, wenn sie erfahren, dass ich darauf verzichte, mir ein neues Teil zu kaufen. Gerne auch dann, wenn ich mal alleine in den Urlaub fahre. Dabei habe ich mich bewusst dafür entschieden und bin deswegen nicht arm dran.

Viele, kleine Schritte

Minimalismus lernt man nicht von heute auf morgen, es ist ein Prozess und erfordert viele kleine Schritte. Früher habe ich mich sehr über materielle Dinge wie teure Designermöbel identifiziert. Wir hatten eine durchgestylte Wohnung mit vielen, ausgewählten Accessoires aus aller Welt.

Heute ist unsere Wohnung herrlich luftig und leicht: Keine Bücherregale, keine CD-Sammlungen, keine Zeitschriften, kein Fernseher, kaum Deko, wenig Bilder, monochrome Farbwahl, nur noch wenige, liebevoll zusammengestellte Möbel und Accessoires. Unabhängig ob teuer oder günstig: es sind Lieblingsteile. Dazu viel Ruhe für das Auge. Ich umgebe mich immer noch gerne mit schönen Dingen, aber ich definiere mich nicht mehr darüber: minimalistisch wohnen: So bekommen Räume Persönlichkeit.

Wir haben uns von sehr vielen Dingen getrennt und könnten morgen stressfrei umziehen. Ein herrlich befreiendes Gefühl.

Weitere Facetten von Minimalismus:

Geistiger Minimalismus: Täglich zu üben, Gedankenmuster und Glaubenssätze zu verändern, ist auch eine Art des Minimalismus. Ich stoppe mich immer wieder selbst, wenn ich merke, dass mein Affenzirkus im Kopf wieder los geht oder mal schlechte Gedanken aufkommen. Es erfordert sehr viel Disziplin und Aufmerksamkeit, meinen Fokus immer wieder auf meine Gedanken zu richten – aber es trägt ungemein zu meinem Glück bei. Seitdem ich das täglich praktiziere, bin ich insgesamt sehr viel zufriedener.

Social-Media-Minimalismus: Auch wenn Social-Media-Kanäle für viele nicht mehr wegzudenken sind, bleiben es für mich ungemeine Zeitfresser. Auch hier erfordert es Disziplin und Achtsamkeit, für sich selbst das richtige Maß zu finden. Ich persönlich versuche meine Ablenkungen hier auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren und sehr aufmerksam mit meiner Zeit umzugehen.

Ernährungs-Minimalismus: Das Überangebot an Produkten und Lebensmitteln kann mein Einkaufserlebnis schnell zur Qual werden lassen. Minimalistische Ernährung, bedeutet für mich: frische, regionale, unverarbeitete Lebensmittel, statt Industrienahrung. Für mich haben Minimalismus und ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln, sehr viel mit Selbstbestimmtheit und Selbstliebe zu tun.

Ressourcen-Minimalismus: Nachhaltig mit den Ressourcen dieser Erde umzugehen, zählt für mich ebenfalls zum Minimalismus. Heute empfinde ich große Dankbarkeit für die Dinge, die ich früher für selbstverständlich gehalten habe, wie zum Beispiel eine Heizung, Wasser oder Strom. Müll zu vermeiden, mein ökologischer Fußabdruck und Massentierhaltungen zu boykottieren, tragen ebenfalls dazu bei.

Minimalismus hat viele Facetten und durchzieht sich durch alle Lebensbereiche. Es ist nicht ausschlaggebend, wie viele Teile du besitzt, es ist vielmehr die Haltung dahinter, die dich zum Minimalisten macht.

Und, wie sieht deine Definition von Minimalismus aus? Bist du schon Minimalist?

Foto: Stefanie Adam

 

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Minimalismus, Stefanie Adam, www.feineseele.de

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2 comments

  1. Ein sehr schöner Text. Ich bin gerade dabei, mich einmal quer durch deinen Blog zu lesen und finde in jedem Beitrag so viel, das mich anspricht. Daher hab ich deinen Blog mal sofort auf den Feedreader gepackt, denn ich hab auf jeden Fall Lust noch sehr viel von dir zu lesen.
    Viele Grüße,
    Sarah.

    1. Hallo liebe Sarah, oh, da geht mein Herz gerade auf. Vielen vielen lieben Dank für dein schönes Feedback. Mein Herz tanzt. 😉
      Liebe Grüße, Steffi

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