Minimalismus für Einsteiger: innere Räume schaffen

Minimalist werden Memoryspiel

Minimalismus ist kein kurzweiliger Trend. Dahinter steckt oft der Wunsch sich wieder auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Diese Tipps helfen dir dabei, Minimalist zu werden.

Wünscht du dir auch wieder mehr Zeit für die wesentlichen Dinge und für dich selbst? Bist du häufig gestresst von deinem Alltag und hast Schwierigkeiten damit, abzuschalten?

Minimalist werden und Raum schaffen

Minimalismus hilft dir dabei, deinen Kopf frei zu bekommen. In einer immer schneller drehenden Welt entsteht so Klarheit: Innen im Geist und außen im Umfeld. Das heißt nicht, dass du super spartanisch leben sollst – du wirst jedoch durch Minimalismus bewusster dafür werden, was dir gut tut und was nicht. Dadurch entsteht wieder mehr Raum für die Dinge, die wirklich wichtig für dich sind. Hier findest du meine Definition von Minimalismus.

Der Clou: Es ist ganz egal, ob du außen oder innen damit beginnst: Du wirst feststellen, dass beides sich bedingt.

Hier sind meine Tipps, wie du ab heute zum Minimalisten werden kannst:

Mindset

Treffe heute ganz bewusst die Entscheidung, dein Glück nicht mehr länger in materiellen Dingen zu suchen. Das minimiert deine Ablenkungen und schafft Raum für neues. Durch diese veränderte Geisteshaltung, kannst du Schritt-für-Schritt deine einzelnen Lebensbereiche hinterfragen, minimieren und somit immer mehr Klarheit schaffen.

Loslassen

Statt viele materielle Dinge in deine Regale zu stellen, sammle in deiner inneren Schatzkammer lieber tolle Momente. Denn du bist nicht deine Dinge und brauchst diese nicht, um ein besserer, wertvollerer oder angesehener Mensch zu werden. Du bist all dies, ganz ohne deinen Besitz.

Vielleicht fällt es dir trotzdem schwer, Dinge die du geschenkt bekommen hast, loszulassen. Du hast ein schlechtes Gewissen, weil du dir Gedanken darüber machst, was derjenige von dir denken könnte, wenn du sein Geschenk weitergibst oder entsorgst. Mach dir einfach klar, dass das Leben sich verändert – und du dich mit veränderst. Akzeptiere dich und deinen veränderten Geschmack. Je klarer du mit dir selbst bist, desto mehr werden es andere mit dir sein.

Prokrastination

Aufschieberitis kennt jeder. Doch welchen einen Schritt kannst du heute noch tun, der dich deinem Ziel näher bringt? Diese eine Frage kannst du dir jeden Morgen stellen. Gehe jeden Tage einen kleinen Schritt auf dein Ziel zu. Wichtig dabei ist: Fang einfach damit an.

Ich nehme mir manchmal soviel auf einmal vor, dass ich vor einem riesigen Berg stehe und unfähig bin, mich überhaupt zu bewegen. Mir hilft es dann, diesen riesigen Berg in viele kleine Mini-Schritte aufzuteilen. Eine wichtige Grundvoraussetzung dafür ist: Kenne dein Warum. Denn wenn du weißt, warum du viele Mini-Schritte gehen willst, fällt es dir leichter, motiviert zu bleiben.

Termine

Ein voller Terminkalender lenkt dich wunderbar von dir selber ab. Unterscheide, welche Termine wichtig und unwichtig sind. Vielleicht sind Termine dabei, die du nur eingetragen hast, weil du dich dazu verpflichtet fühlst? Frage doch mal dein Herz, auf welche Termine es wirklich Lust hat. Versuche dann, einige von den weniger wichtigen Terminen zu streichen. Dafür kannst du dir pro Woche lieber Dates mit dir selbst oder deinem Partner eintragen.

Und sei wachsam: Beobachte dein Verhalten bei neuen Terminen. Zückst du sofort den Kalender, oder hältst du kurz inne und überlegst, ob es sich stimmig anfühlt? Klar, es gibt ein paar Ausnahmen, aber wie konsequent bist du wirklich, dir bewusst Abende oder ein ganzes Wochenende frei zu halten? Werde achtsam mit deiner Zeit. Denn du kannst nicht auf allen Hochzeiten tanzen und sie fehlt dir sonst an anderer Stelle.

Umfeld

Geburtstag oder Weihnachten sind typische Tage, an denen sich ganz schnell wieder Dinge anhäufen, die Andere einem schenken. Nimm dir einen Moment Zeit und überlege dir eine andere Form der Wunschliste. Denn obwohl ich oftmals keine Geschenke möchte, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es einigen Schwierigkeiten bereitet, mit leeren Händen zu kommen. Wie wäre es also mit gemeinsamer Zeit, einer Spende im Tierschutzverein oder einem Onlinekurs, den du lange schon machen wolltest?

Informiere dein Umfeld, dass du keine materiellen Geschenke mehr haben möchtest. Oder nur die, die du wirklich brauchst. Hilf ihnen dabei, die für dich passenderen Mitbringsel oder Geschenke zu finden.

Du siehst, es ist gar nicht so schwer, dein Denken zu verändern. Und dein verändertes Denken, wird auch deine Taten verändern. Diese kleinen Stellschrauben haben eine große Wirkung in deinem Alltag und lassen dich Stück für Stück Minimalist werden. Den entstehenden Freiraum kannst du für die Tätigkeiten nutzen, auf die du Lust hast. Und du wirst feststellen, wir toll es sich anfühlt, dein Leben wieder mehr selbst in die Hand zu nehmen und zu agieren, anstatt nur zu reagieren. Denn Selbstbestimmtheit ist Freiheit.

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Minimalist werden: Was sind deine Tipps? Schreib mir doch in den Kommentaren und erzähle mir davon.

Foto: Stefanie Adam

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Minimalismus für Einsteiger | Stefanie Adam | www.feineseele.de

 

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