Warum ich auch ohne Geld eine reiche Frau bin: Gedanken zum Hochzeitstag

Ich bin reich, selbst ohne Geld: Dieser heutige Artikel gilt einem ganz besonderem Menschen: meinem Mann. Denn heute ist unser Hochzeitstag. 

Reich ohne Geld

Vier Jahre verheiratet, 14 Jahre zusammen – eine lange Zeit. Eigentlich wollte ich nie heiraten, aber du hattest den Mut mir trotzdem einen Antrag zu machen: Damals im Wohnmobil, nach einer Woche Regen in Dänemark. Wir wollten unsere Hochzeit ganz für uns genießen, ohne großes Brimborium – also haben wir niemandem davon erzählt, außer unseren engsten vier Familienmitgliedern. Geheiratet haben wir dann in unserem zweiten Zuhause – Sankt Peter-Ording – im wunderschönen alten Westerhever Leuchtturm. Es war nur noch ein Datum frei, zufällig genau unser Wunschdatum. Es sollte alles so sein.

Ich weiß noch, wie du mich einen Tag vor unserer Hochzeit daran erinnert hast, mir etwas schönes zum Anziehen zu kaufen. Mir war das nicht wichtig: Meine roten Gummistiefel standen doch schon bereit. Also sind wir am Morgen unserer Hochzeit mit unserem Wohnmobil an die Nordsee gefahren. Ich habe noch schnell ein paar Blumen gepflückt, um sie mir auf der Fahrt ins Haar zu stecken. Die 130 Stufen zum Turmzimmer des Leuchtturms war ich dann doch etwas nervös. Du schenktest mir einfach ein Lächeln und hieltest meine Hand.

Ein gutes Omen

Nach der Trauung gab es dann Fischbrötchen und Meeresduft, statt Champagner und Buffet. Wir wollten keine typischen Eheringe, also haben wir uns Holzringe anfertigen lassen: Dein Ring ist beim ersten Fischbrötchen zerbrochen, meiner folgte kurze Zeit später. Wir fanden: gutes Omen. Ich sah auch ohne Ring wie glücklich du warst und unser unsichtbares Band braucht eh keine Ringe. Für das Abendessen hatten wir dann einen wunderschönen Tisch mit Meerblick reserviert. Das Restaurant hatte uns abends jedoch vergessen – wir nahmen auch dies mit Humor.

Am nächsten Tag bekamen wir beide parallel die Grippe – wahrscheinlich waren wir doch aufgeregter, als wir uns eingestehen wollten. Und so ließen wir das Fieberthermometer entscheiden, wer den Wagen nach Hause chauffieren muss. Unsere Flitterwochen verbrachten wir also beide nebeneinander krank im Bett…Dennoch war dieser Tag einer der schönsten Tage in meinem Leben. Danke Gerd, für dein Sein und deine Liebe.

Du machst mein Leben bunt und in deinen Augen sehe ich täglich das Meer.

Du hast mir gezeigt, wie wertvoll es ist, nicht zurück zu schauen, sondern im Moment zu leben. Mit dir lerne und wachse ich jeden Tag. Du bist ein wundervoller Spiegel und zeigst mir meinen inneren Reichtum und meine Lernfelder auf eine liebevolle Art und Weise. Du unterstützt all meine Wege und stehst immer hinter mir, so wie ein Fels in der Brandung. Ohne dich hätte ich meine dunklen Zeiten niemals so gut und schnell überstanden. Du hast mir dann den Kopf gestreichelt und mir immer wieder Mut gemacht weiterzugehen.

Du bist mein Buddha

Du bist ein Freund, Partner und Soulbuddy für mich. Es gibt kein Thema über das wir nicht sprechen können: Schon morgens beim ersten Kaffee, teilen wir unsere Bedürfnisse und Gefühle oder tanzen einfach durch die Wohnung. Dein Blick auf die Welt inspiriert mich jeden Tag wieder neu. Du bist der weiseste Mann den ich kenne und dein Herz ist riesengroß. Manchmal nenne ich dich Buddha, denn deine innere Ruhe ist ansteckend.

Du bringst mich zum Lachen und zum Weinen und gibst mir jede Sekunde das Gefühl wunderschön zu sein: Innen wie Aussen. Wir lassen uns alle Freiheiten, verbringen aber auch viel Zeit miteinander – dennoch bleiben wir Individuen: Es gibt ein Wir, aber auch ein Du + Ich. Und, obwohl wir schon so lange zusammen leben, verabreden wir uns noch immer oder fahren auch mal ganz alleine in den Urlaub. Um unseren eigenen Weg immer mal wieder abzuklopfen.

20 Sekunden Mut

Manchmal denke ich an unsere Anfänge zurück: Ich habe all meinen Mut zusammen genommen und dich in einem Club angesprochen. Als du mich dann das erste Mal angerufen hast und auf meinen Anrufbeantworter gesprochen hast, habe ich deine Worte 12 mal abgehört: Deine Stimme hat mich einfach so verzaubert. Die ersten Wochen bevor wir zusammen kamen, haben wir uns nur geschrieben: insgesamt 220 E-Mails. Noch bevor ich dich dann das erste Mal so richtig getroffen habe, hatte ich das Gefühl, dich bereits zu kennen und fand dein Herz wunderschön.

Allerdings wollte ich dich nach unserem ersten Date dann eigentlich nie wieder sehen – denn du verabschiedest dich mit den Worten: „War echt schön, aber vielleicht komme ich nächstes Mal auch zu Wort“. Ja, ich war etwas aufgeregt, ertappt. Doch als du dann in deinem uralten, klapprigen Polo an mir vorbeigefahren bist, fand ich dich wieder total cool.

In all den 14 Jahren sind wir miteinander und aneinander gewachsen. Haben gute und schlechte Zeiten erlebt. Doch eines haben wir nie verloren: Unseren positiven Blick auf die Welt. Danke Gerd, es ist wunderschön, das Leben mit dir zu teilen. Du hast dazu beigetragen, dass ich die bin die ich heute bin: Eine reiche Frau. Du bist für immer mein Held.

Bist du auch reich ohne Geld und hast einen Alltags-Helden in deinem Leben? Magst du die Geschichte teilen? Und vielleicht interessiert dich ja auch mein Artikel “Mein persönliches Rezept gegen innere Leere“? Schau doch mal vorbei.

Foto: A.Adam

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Reich ohne Geld, Stefanie Adam, www.feineseele.de

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6 comments

  1. Sooo schöne Worte❤️❤️
    Ich kann das so gut nachempfinden.
    Empfinde es auch als großes Geschenk mit meinem Mann seit 28 Jahren verheiratet zu sein.

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