Mein Leitfaden für eine innere Inventur

Leitfaden innere Inventur: Vögel am Himmel

So wie sich die Natur durch die wechselnden Jahreszeiten verändert, mache auch ich mehrmals im Jahr eine innere Inventur und prüfe mit diesen 20 Fragen, wo ich gerade stehe.

Naturgesetze als Vorbild erkennen

Die Natur lebt es uns vor und hat ihren eigenen Rhythmus: Im Herbst fallen die Blätter von den Bäumen. Altes darf gehen und Neues entstehen. Alles wird ruhiger und stellt sich auf den Winter ein. Die Pflanzen tanken Kraft für den Frühling, der immer wieder ein kleiner Neuanfang ist. Dieser Kreislauf funktioniert wunderbar, denn: Alles hat seine Zeit und alles ist gut so wie es ist.

Altes gehen lassen

Warum fällt es uns Menschen so schwer, diese Gesetze der Natur auf unser eigenes Leben zu adaptieren? Wieso gönnen wir uns in den dunkleren Jahreszeiten oft nur wenig Ruhepausen um Kraft zu tanken? Weshalb misten wir zwar regelmäßig unsere Wohnungen aus, vergessen jedoch dasselbe mit unseren Gedanken zu tun? Wir lassen keinen frischen Wind in unser inneres Wohnzimmer und können Altes nur schwer loslassen, um so Platz für neue, positive, motivierende Gedanken zu schaffen. 

Täglich grüßt das Murmeltier

Unser Leben ist ein Laufschritt – die Tage sind voll und wir funktionieren ohne Pause. Innere Einkehr, Fellwechsel oder Winterschlaf? Häufig Fehlanzeige. Die Folgen: Wir fühlen uns müde und ausgelaugt. Und verlieren die Verbindung zu uns selbst und zu unserer Intuition. Wir vergessen immer mehr, wer wir sind und was wir mal für Träume hatten. Wir denken klein und rennen den Idealen anderer hinterher. Und wir haben verlernt, uns selbst zu vertrauen. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass die Freude dann oft auf der Strecke bleibt und Stress entsteht. Lies hier: “Warum du der Freude folgen solltest“.

Vielleicht fangen wir dann an zu jammern und beklagen uns über unseren Alltag oder werden unzufrieden. Doch warum ist das so? Wir haben doch selbst diese vielen kleinen – manchmal unbewussten – Entscheidungen getroffen, die uns in Summe dahin geführt haben, wo wir jetzt sind. Eine passende Inspiration gibt es hier: “5 Dinge die du dieses Jahr loslassen darfst“.

Raus aus der Komfortzone, rein in die Veränderung

Es liegt also in unserer Hand. Doch Verantwortung zu übernehmen, ist leichter gesagt als getan. Wie sollen Veränderungen eintreten, wenn wir tagein tagaus dieselben Gedanken denken, dieselben Entscheidungen treffen, dieselben Dinge tun und dieselben Erfahrungen machen? Wir treten auf der Stelle und erleben durch dieses Muster jeden Tag dieselben Gefühle.

 

„Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern, sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern.“
(Wilma Thomalla)

 

Wegweiser fürs Herz

Ich mache es mittlerweile anders und nehme mir mehrmals im Jahr die Zeit für ein paar Fragen. Mit einem Status Quo – oder inneren Inventur – prüfe ich, wo ich gerade stehe. Für mich ist das essentiell, denn nur so kann ich immer wieder abklopfen, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin und Innen und Außen in Einklang sind. Und ich kann Gedanken oder Verhaltensweisen besser erkennen und Loslassen, was nicht mehr zu mir passt. Das schafft Klarheit.

Leitfaden für eine innere Inventur

Wenn du Lust hast, schenke dir jetzt etwas Zeit. Und dann schnappe dir Zettel und Stift und mache deine eigene innere Inventur.

Meine 20 Fragen lauten:

  • Für welche drei Dinge bin ich gerade dankbar?
  • Bin ich ehrlich und authentisch in jeder Situation?
  • Worauf bin ich stolz?
  • Was sind meine drei Grundwerte und bin ich ihnen – in allem was ich tue – treu?
  • Sind meine Gedanken, meine Gefühle und mein Handeln in Einklang oder tue ich manchmal Dinge um Anderen zu gefallen – wenn Ja, welche?
  • Wie möchte ich mich idealerweise täglich fühlen?
  • Wann – oder wenn ich was tue – fühle ich mich schon so?
  • Welches Gefühl möchte ich vermehren?
  • Welche negativen Gedanken verschlechtern augenblicklich meine Stimmung?
  • Welche Überzeugungen oder Verhaltensweisen möchte ich loslassen?
  • Gebe ich anderen die Schuld, dass sie mich ausbremsen?
  • Was tue ich gerne, um meine negativen Gedanken nicht zu fühlen – wie lenke ich mich davon ab?
  • Wofür möchte ich mir wieder mehr Zeit nehmen?
  • Worauf lege ich in den nächsten Wochen meinen Fokus?
  • Was brauche ich, um mich wohlzufühlen und zu entspannen?
  • Was brauche ich, um mich immer wieder mit meinem Herzen zu verbinden?
  • Fühle ich mich wohl mit den Menschen in deinem Umfeld?
  • Inspirieren und motivieren sie mich dazu, meinen Träumen zu folgen?
  • Fühle ich mich wohl mit mir selbst?
  • Lebe ich die beste Version von mir selbst?

 

Ich schreibe diese Erkenntnisse aus meinen Antworten dann in mein Notizbuch. Für mich macht es einen großen Unterschied, ob ich Gedanken aufschreibe – und sie bildlich vor mir sehe – oder ob ich sie nur durchdenke. Denn als visueller Mensch, speichere ich dieses Bild der geschriebenen Worte in meinem Gehirn ab und kann es immer wieder abrufen.

Mir hilft das Aufschreiben außerdem sehr dabei, innerlich aufzuräumen. ich fühle mich anschließend herrlich befreit und kann meinen inneren Kompass neu justieren.Somit betrachte ich die Zeit für diese innere Inventur als Geschenk an mich selbst. 30 weitere Ideen für mehr Selbstliebe findest du hier: “Selbstliebe stärken – 30 Zutaten für ein schöneres Selbst“. Und solltest du auch in deinem Umfeld aufräumen wollen, findest du hier Inspirationen: “Minimalistisch leben: 25 Tipps und Ideen für mehr Klarheit“.

So, jetzt bist du dran: Haben dich meine Fragen inspiriert? Teile das gerne in den Kommentaren.

Foto: Stefanie Adam

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Leitfaden innere Inventur: Vögel am Himmel

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