Selbstliebe stärken – 30 Zutaten für ein schöneres Selbst

Selbstliebe stärken Blumen in einer Schale

Selbstliebe kommt häufig zu kurz im hektischen Alltag. Doch die eigene Selbstliebe sollte man stärken, denn sie ist die Basis zu einem erfüllten Leben…

Dich selbst lieben lernen

Kennst du das auch? Du liest anderen Menschen jeden Wunsch von den Lippen ab, kommst aber selbst häufig zu kurz? Und die Bedürfnisse anderer stehen über deinen eigenen Bedürfnissen? Das Problem dabei ist: Wenn du deine eigenen Akkus nicht immer mal wieder auflädst, werden sie immer schwächer. Vielleicht ist dir das anfangs gar nicht bewusst, denn du kennst es nicht anders und funktionierst schon lange so.  Lesetipp: “10 Gründe, warum du nicht glücklich bist“.

Deine Selbstliebe stärken

Selbstliebe ist soviel mehr als Balsam für die Seele. Denn erst, wenn du dich mit all deinen wunderschönen Ecken und Kanten lieben und annehmen kannst, ruhst du in dir selbst. Und erst dann kannst du deine gesamte Klaviatur der Liebe an andere weitergeben, anstatt nur ein paar Töne zu spielen.

Selbstliebe hat nichts mit der einen Sache zu tun, die du umsetzen kannst: Es ist dein Grundgefühl zu dir selbst, das sich dann auf alle Bereiche deines Lebens auswirkt. Um gut für dich zu sorgen, dich selbst an Erste Stelle zu stellen und auch im stressigen Alltag die Verbindung zu dir nicht zu verlieren, habe ich dir 30 kleine Inspirationen zusammengestellt. Suche dir einfach die Zutaten heraus, die zu deinem Selbstliebe-Rezept passen.

 

 Du bist so wertvoll
wie die Gedanken
die du über dich denkst
und die Grenzen die du dir setzt.

 

30 Zutaten für ein schöneres Selbst

/ 01

Nimm dir Zeit, um mindestens zehn Dinge aufzuschreiben, die dich gut fühlen lassen: Wobei vergisst du die Zeit? Welche Tätigkeiten lassen dich gut fühlen? Wann hast du Glücksgefühle? Sollten dir gerade keine zehn Dinge einfallen, schreibe diese Liste einfach nach und nach. Lege dir dazu einfach ein leeres Blatt Papier an einen Ort wo du es gut sehen kannst und beobachte dich ein paar Tage.

/ 02

Lasse fünf Mal täglich alles stehen und liegen und wende dich deinem Atmung zu. Nehme 50 bewusste Atemzüge und zähle innerlich mit. Sollten deine Gedanken abschweifen, lenke deine Aufmerksamkeit einfach immer wieder nach innen. Mit der Zeit wirst du feststellen, wie gut dieser kurze innere Rückzug tut. Tu dies über einen längeren Zeitraum – zum Beispiel vier Wochen – und nehme deine Veränderung wahr. Belohne dich am Ende für dein Durchhaltevermögen.

/ 03

Suche dir zwei Menschen zu denen du aufschaust und adaptiere ihre Verhaltensweisen: Was machen sie anders als du? Wie sind ihre täglichen Routinen? Wie ist ihr Mindset – wie gehen sie mit Niederlagen oder mit anderen Menschen um? Und was kannst du von ihnen lernen?

/ 04

Beginne deinen Tag in Stille. Dein Tagesstart entscheidet maßgeblich darüber, mit welcher Energie du durch deinen Tag gehst. Gibst du dich ganz bewusst der Stille hin – zum Beispiel durch Meditation – legst du den Grundstein für mehr Gelassenheit und Freude. “Warum die Stille dein Schlüssel zu dir ist“, erfährst du hier.

/ 05

Schreibe eine Bucket List oder Löffel-Liste. Das ist eine Liste mit Dingen die du unbedingt nochmal erleben möchtest, bevor du den Löffel abgibst. Nimm dir Zeit dafür, aber halte diese Dinge schriftlich fest und hänge sie dir an den Kühlschrank. Plane dann, wann genau du die erste Sache umsetzen könntest und überlege dir den ersten konkreten Schritt.

/ 06

Setze dich zwanzig Minuten vor einen Spiegel und schaue dir in die Augen: Werte dich nicht ab. Fokussiere dich stattdessen auf Kleinigkeiten, die du schön findest oder wertfrei stehen lassen kannst. Gehe nach Innen: Was macht diese Übung mit dir? Wie fühlt es sich an? Welche Emotionen kommen hoch? Solltest du es nicht so lange schaffen, dich selbst anzuschauen, bleibe liebevoll, wiederhole diese Übung und steigere einfach die Zeit.

/ 07

Lese jeden Abend fünf Seiten in einem inspirierenden Buch: Fünf Seiten sind nicht viel. Das Tolle ist: Deine Gedanken werden vor dem Schlafengehen beruhigt und mit diesem geringen Zeitaufwand liest du dennoch knapp neun Bücher pro Jahr – bei durchschnittlich 200 Seiten pro Buch. Weitere Inspirationen für dich: “Minimalistisch leben: 25 Tipps und Ideen für mehr Klarheit“.

/ 08

Gewöhne dir ab zu jammern. Übernehme die volle Verantwortung für dein Handeln und all deine getroffenen Entscheidungen in der Vergangenheit: Denn du bist die Summe deiner Entscheidungen und kannst niemanden dafür verantwortlich machen. Hier findest du: “Meine Anleitung für mehr Zufriedenheit“.

/ 09

Streichle ein Tier ohne Hektik und tu dies mit all deinen Sinnen: Wie fühlt es sich an? Wie riecht es? Was macht das mit dir und deinen Gedanken?

/ 10

Drucke dir meine Stärken-Liste aus und schreibe deine Stärken auf. Sollte dir nichts einfallen, frage Freunde oder Familie welche positiven Begriffe ihnen zu dir einfallen. Du wirst erstaunt sein, wie viele schöne Stärken dort genannt werden. Lasse Komplimente im Raum stehen, ohne sie sofort zurückzugeben oder abzuwerten. Positive Gedanken gibt es hier: “Warum du deine 3 größten Stärken kennen solltest“.

/ 11

Probiere immer mal wieder Neues aus. Bleibe nie stehen und entwickle dich ständig weiter. So bleibst du wach im Geist und findest heraus, wofür dein Herz brennt und bei welcher Tätigkeit du die Zeit vergisst.

/ 12

Räume jeden Morgen zehn Minuten auf und mache das Bett. Was so banal klingt, hat eine riesengroße Auswirkung auf deinen Geist. Denn die entstandene Klarheit im Außen überträgt sich auch auf deine Gedanken: “Minimalismus für Einsteiger: innere Räume schaffen“.

/ 13

Höre inspirierende Podcasts, die dich weiterbringen und deine Persönlichkeit wachsen lassen. Nutze deine Zeit weise und höre nie auf zu lernen.

/ 14

Schreibe jeden Morgen drei Dinge auf für die du dankbar bist. Das lenkt deine Gedanken auf die Positiven – statt auf die Negativen – Dinge. Das Tolle ist: Du wirst feststellen, dass dir nach einer Weile im Alltag immer mehr Dinge auffallen, für die du dankbar bist.

/ 15

Verbringe so oft wie möglich Zeit alleine in der Natur: Sie heilt und nährt dich und ihre beruhigende Energie überträgt sich auf deinen Geist. “Darum solltest du öfter mal alleine sein“.

/ 16

Sage Nein zu Verabredungen auf die du nicht zu Hundertprozent Lust hast. Oder die du nur aus einem Verpflichtungsgefühl heraus annimmst. Bevor du impulsiv zusagst, spüre kurz in dich hinein, ob das gerade das Richtige für dich ist und ob dir der Mensch mit dem du dich treffen willst guttut.

/ 17

Reduziere deine täglichen To-Do’s auf drei pro Tag – und zwar die drei Wichtigsten: Lerne dich zu fokussieren. Nutze die gewonnene Zeit weise und fülle sie nicht mit zwanzig weiteren To-Do’s.

/ 18

Erschaffe eine kleine schöne Routine um dich und deine Erfolge zu feiern – zünde dir zum Beispiel eine Wunderkerze an und beobachte still wie sie herunterbrennt. Widme dich währenddessen ganz bewusst deinem Gefühl von Stolz und motiviere dich so, an Herzensdingen dranzubleiben.

/ 19

Vollbringe jeden Tag eine gute Tat. Das kann etwas ganz Kleines sein, wie ein Lächeln für einen Fremden. Weitere Inspirationen: “Gute Taten – und wie sie dein Leben positiv verändern“.

/ 20

Schaue fünf Minuten in die Wolken und beobachte sie. Erlaube dir einfach mal nichts zu tun und zu Starren. Mache kein Foto, lasse sie einfach nur auf dich und deinen Geist wirken.

/ 21

Lasse dein Telefon in der Tasche, wenn du dich mit jemandem triffst. Widerstehe dem Reflex mal ganz kurz draufzuschauen, während der andere zum Beispiel auf die Toilette geht. “Achtsamkeit: Die beste Investition deines Lebens“.

/ 22

Frage nach Hilfe und nehme sie auch an. Wichtig ist: Entschuldige dich nicht dafür, erkenne eine vermeintliche Schwäche stattdessen als Stärke.

/ 23

Achte auf deine Gedanken. Welche Gedanken denkst du über dich und welche Worte über dich selbst verlassen dann deinen Mund? Sind es positive oder negative? Welche Geschichte erzählst du dir über dich selbst? Mach dies zu einer täglichen Routine in deinem Alltag.

/ 24

Lösche alle Social-Media-Apps auf deinem Handy und teile deine Aufmerksamkeit weise und bewusst ein. Dazu hilft es zum Beispiel, sich nur noch bestimmte Zeitfenster für Social-Media oder das Beantworten von E-Mails freizugeben. Nimm stattdessen wieder häufiger bewusst wahr, was gerade um dich herum geschieht und sei Präsent. Für noch mehr Zen: “Schluss mit dem E-Mail-Stress: Minimalismus im Postfach“.

/ 25

Richte dir eine kleine gemütliche Ecke bei dir Zuhause ein, die dein Rückzugsort und Kraftplatz ist. Umgebe dich dort mit Dingen, die dir guttun, dich wohlfühlen und entspannen lassen. Ist dieser Platz auf deinen Typen und deine Bedürfnisse abgestimmt, kann er dich von Außen dabei unterstützen, deine inneren Themen zu heilen. Um herauszufinden, welcher Typ du bist, mach gerne meinen Persönlichkeitstest: “Welcher Typ bist du – und wie kann dein Zuhause dir Kraft spenden“.

/ 26

Halte dich von Energievampiren – also Menschen die dich energetisch aussaugen – fern und entscheide ganz bewusst, welche Menschen du in deinen Inner Circle aufnimmst und mit wem du wieviel deiner kostbaren Lebenszeit verbringst. Mein Tipp: Umgebe dich mit Menschen, die dich wertschätzen und die dich nicht verändern wollen.

/ 27

Tu nur eine Sache zurzeit. Single-Tasking ist das neue Multi-Tasking. Widmest du dich einer Sache ganz bewusst, bist du im Hier und Jetzt: Innerer Frieden herrscht nicht in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft, sondern nur im Jetzt. Stoppe deinen Affenzirkus im Kopf, indem du ganz bewusst und aufmerksam alles um dich herum anschaust. Widme dich den Details und schaue mit all deinen Sinnen.

/ 28

Lasse deinen Groll auf deine Eltern oder deine Vergangenheit los. Sie sind deine ersten Lehrer und haben dir deine eigenen inneren Lernthemen aufgezeigt, die du ohne sie nie hättest sehen können. “5 Dinge die du dieses Jahr loslassen darfst“.

/ 29

Setze dir Kopfhörer auf und höre ganz bewusst schöner Musik zu, die dich berührt. Lasse sie nicht einfach nur im Hintergrund laufen, widme dich jeder einzelnen Note mit Hingabe und lasse sie auf dich wirken.

/ 30

Habe Spaß. Entdecke das Kind in dir und erlaube dir, albern sein zu dürfen. Humor sorgt für mehr Leichtigkeit in deinem Leben. Also mache ganz bewusst eine Sache, die dir als Kind viel Spaß gemacht hat, die du aber seitdem nie wieder gemacht hast.

 

Habit Tracker Vorlage

Du merkst: Selbstliebe besteht aus vielen kleinen Puzzleteilen, die zusammen ein schönes großes Bild ergeben. Kleine Rituale im Alltag helfen dir, dich immer wieder mit dir selbst zu verbinden und deine Selbstliebe zu stärken. Aus diesem Ort der inneren Ruhe heraus, kannst du auch Entscheidungen besser mit deinem Herzen, statt mit dem Verstand treffen. Und zum Schluss gibt es noch ein wunderschönes Gedicht von Charlie Chaplin, von 1956.

 

SELBSTLIEBE

Als ich begann mich selbst zu lieben, erkannte ich, dass Schmerz und emotionales Leid nur Warnzeichen dafür sind, dass ich dabei war gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das ist Authentizität.

Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden verletzen kann, wenn ich versuche ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war und die Person nicht bereit dafür war, obgleich ich selbst diese Person war.
Heute nenne ich es Selbstachtung.

Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich aufgehört, nach einem anderen Leben zu verlangen, und konnte sehen, dass alles, was mich umgab, mich einlud zu wachsen.
Heute nenne ich es Reife.

Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, dass ich in jeder Lebenslage, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und alles geschieht im absolut richtigen Moment. Also konnte ich ruhig sein. Heute nenne ich es Selbstvertrauen.

Als ich begann mich selbst zu lieben, hörte ich auf, mir meine eigene Zeit zu stehlen und ich hörte auf, riesige Projekte für die Zukunft zu entwerfen.  Heute mache ich nur das, was mir Wonne und Freude bereitet; Dinge, die ich liebe und die mein Herz zum Lachen bringen. Und ich tue sie auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus. Heute nenne ich es Einfachheit.

Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunterzog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.

Als ich begann mich selbst zu lieben, hörte ich auf, zu versuchen immer recht zu haben, und seitdem habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist Bescheidenheit.

Als ich begann mich selbst zu lieben, weigerte ich mich weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur für den gegenwärtigen Moment, in dem alles geschieht. Heute lebe ich jeden einzelnen Tag, Tag um Tag, und ich nenne es Erfüllung.

Als ich begann mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krankmachen kann. Aber als ich ihn mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten.
Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten oder irgendwelcher Art Probleme mit uns selbst oder anderen zu fürchten. Sogar Sterne kollidieren und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren.

Heute weiß ich: Das ist das Leben!

 

Jetzt bist du dran: Teile gerne deine Zutaten um deine Selbstliebe zu stärken mit mir in den Kommentaren. Ich freue mich drauf.

Foto: Stefanie Adam

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Selbstliebe stärken Blumen in einer Schale

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4 comments

  1. hallo steffi, ein sehr feiner artikel und die bilder auf deiner seite sind eine wahre augenweide. eine meiner zutaten für mehr selbstliebe ist das ‘innere feuer’ für meine gedanken: ich stelle mir vor, an einem feuer am meer zu sitzen und alle meine inneren stimmen, die gern gehört werden wollen, dort zu wort kommen zu lassen und dann liebevoll in meinem schoss einzukuscheln (wenn sie soviel nähe zulassen möchten.) für meine gefühle habe ich die innere arena kreeiert, damit ich ihnen ganz deutlich signalisieren kann, dass sie a l l e willkommen sind. immer wenn ich etwas vor mir habe, was mich aus meiner komfortzone holt (was bei hochsensiblen sehr schnell geht) erlaube ich meiner angst (oder was noch so hochkommt) sich zu zeigen und quittiere jedes erscheinen mit frenetischem inneren jubel, wie in einer arena halt…. du kannst dir nicht vorstellen, wie offen es inzwischen bei mir drinnen zugeht und wieviel energie dadurch freigworden ist. doch, ich glaube, du kannst es dir vorstellen 🙂 liebe grüße und danke, andrea

    1. Liebe Andrea, was für ein wunderwunderschönes Ritual, deinen Gefühlen zu begegnen: Eine innere Arena. Danke dir fürs Teilen. Virtuelle Drückung, Steffi

  2. Hallo Steffi,
    ich stehe noch ganz am Anfang von einer sicherlich langen Reise. Ich bin seit sehr, sehr langer Zeit unzufrieden und geplagt mit meinem Leben, meiner Vergangenheit und vor allem mit der so ungewissen Zukunft. Das Thema “Selbstliebe – Akzeptanz” ist allgegenwärtig, leider will es mit der Umsetzung so gar nicht klappen. Umso inspirierter bin ich von deinen Blog.

    Ganz, ganz ganz liebe Grüße von deiner Namensvetterin Steffi

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